Erfahrungsbericht

von der Ausbildung zur Schoßraum®-Prozessbegleiterin

von Rachel Edwards

Ich komme aus dem Bereich der tantrischen Massage und hatte immer den Wunsch, einen Raum zu öffnen, in dem Menschen die Schönheit ihres eigenen Körpers und die Magie von heilender, fließender, erfüllender Sexualenergie wiederentdecken können. Ebenso sollte Platz sein für tabuisierte Themen den eigenen Körper betreffend, für Verdrängtes, Verletzungen, Schmerz und Disharmonien. Erfahrungen und Erinnerungen, die sich zeigen wollen, um ihren Weg zur Heilung zu finden.

Mit der Ausbildung zur Schoßraum-Prozessbegleitung mit Tatjana Bach und Johanna Roth in der Leitung hatte ich haargenau die Fortbildung gefunden, die ich zur Weiterbildung suchte.

In ihrer langjährigen Arbeit entwickelte Tatjana einen Ansatz, der mir in seiner Feinabstimmung und Berücksichtigung subtilster Signale des Gegenübers in dieser Weise einzigartig erscheint.

Der von ihr angewandte Prozess animiert das Gegenüber in ständiger Kommunikation und Rücksprache seine Wahrnehmung für die eigenen Grenzen und Schwellen zu schulen.
Sie ist eingeladen wieder in ihrem eigenen Körper Raum einzunehmen und mit Hilfe der haltspendenden, absichtslosen Präsenz der Prozessbegleiterin negative, in den Körperzellen verankerte Erfahrungen zu durchleben, aufzulösen und frei zu geben.

Das für mich Berührende und Einmalige war der dynamische Prozess der Ausbildung selbst. So wurden mir auf der einen Seite durch die angeleiteten Übungen und praktischen Demonstrationen neue Werkzeuge für die prozesshafte Arbeit mit Klientinnen vermittelt, während ich auf der anderen Seite als Teil der Ausbildung zugleich Teil eines größeren Gruppenprozesses werden durfte, der stets durch Tatjana´s Erfahrung und Methodik gestützt wurde.

Dieser Umgang mit der Gruppe veranschaulichte Tatjana´s Arbeitsweise am anschaulichsten und eindrucksvollsten. In einer offenen Haltung dem gegenüber, was kommt, ging Tatjana von Situation zu Situation mit der Gruppenenergie, die gerade wesentlich war. So war immer wieder Platz für unvorhergesehene Prozesse, spontane Themen und Bedürfnisse der Gruppe. Als wichtig entpuppten sich auch die Momente zum eigenen Innehalten, Wahrnehmen und Nachspüren, die immer wieder gegeben wurden.
Diese wurden nämlich nicht isoliert für sich stehen gelassen, sondern von Tatjana anschließend mit der Einladung begleitet, das innere Erlebte in den Kontext der ganzen Gruppe zu bringen, Augenkontakt zu suchen, bei dem inneren Erleben zu sein und zugleich den achtsamen Raum der Gruppe wahrzunehmen. Durch dieses Zugleich entstanden immer wieder zwei Räume die nebeneinander existieren durften: Der innerer Raum und der äußere Raum (in der Gruppe).

So erfuhr ich in der Ausbildung Momente, in denen sich aus dieser Gleichzeitigkeit der zwei parallel erfahrenen Räume plötzlich in einem magischen Moment ein dritter Raum offenbarte. Und in diesem dritten, transzendenten Raum lag die Energie von tiefer Heilung und echter Schwesternschaft.

Ich kann die Ausbildung zur Schoßraum-Prozessbegleitung von ganzen Herzen jeder empfehlen, die im Bereich Körper- oder Frauenarbeit tätig ist. Für mich ist es eine neue Art der Ausbildungsschule, in der Theoretisches und Praktisches, Methodik und eigenes Erfahren und Begreifen auf einzigartige Weise zusammen kommen:

Menschlich, authentisch, bewegend, heilspendend, durchzogen von vielen Momenten der echten Begegnung und möglicher Heilung ist die Ausbildung selbst für sich ein Schoßraum-Prozess fürs Kollektiv.
Ich bin dankbar und begeistert.