Erfahrungsberichte von einzelnen Seminaren

geschrieben von den Assistentinnen

"Dein Schoß im Raum"
Selbsterfahrungs-Wochenende in Schoßraum®-Prozessbegleitung

25.05. - 28.05.17 bei München

Donnerstag 18:30 Eincheck im Seminarort "Spielraum" im wunderschönen Örtchen Füssing, nahe des Ammersees.

Monika Arndt, eine unserer ausgebildeten Schoßraum®-Prozessbegleiterinnen und Assistentin des Seminars hat diesen wunderschönen Platz gefunden. Vorher hat sie Tatjana Bach ein Weilchen "belagert", bis diese die Schoßraum®-Prozessbegleitungs-Ausdehung von Berlin Falkensee bis Füssing wagte. Schoßraum®-Prozessbegleitung in Süddeutschland. Wie wunderbar!

Wir sind eine kleine Gruppe freudig gespannter Frauen. Zu Beginn tanzen wir uns in dem großen, schönen Seminarraum ein. Wir bewegen uns auf einem neuen Holzschwingboden und sind durch zwei komplette Fensterfronten eingebettet in Wald und Wiese. Mitten in der Natur sind wir trotzdem gut geschützt. Hin und wieder leisten uns draußen die Pferde, Vögel und ein kleines, schwarzes Eichhörnchen Gesellschaft.

Alle Frauen finden sich in einem Kreis. Jede hat die Möglichkeit einen Gegenstand, der eine Ressource ihrer Kraft darstellst, in die mit Blumen geschmückte Kreismitte zu legen.Er wird dort das ganze Seminar über bleiben.

Wir starten diesmal langsam. Der Gruppenprozess zögert. Die Themen der Frauen zeigen sich zunächst vorsichtig, wie zarte Spitzentücher. Der Grundsatz der Schoßraum®-Prozessbegleitung gilt wie immer: Alles was entspannt und gut tut! Unser Weg ist die Entschleunigung.

Tatjana Bach, die Seminarleiterin, entfaltet in ihrer urpersönlichen Art ein Feld von entspanntem Fließen und klarer Ausrichtung, die in die Tiefe führt. Die Gruppe lernt die Übungen "Körper wird Materie" und "Essenz fluten" kennen.

Die ersten gefühlten Erfahrungen entstehen nun. Mal wieder erlebe ich, was es bedeutet, die eigenen Zellen neu zu beleben und mit der mir ureigenen Essenz zu durchfluten.

Den Körper neu zu beheimaten, dem Raum geben, wie er immer schon gemeint war, aber sich aus guten Gründen in verschiedenen Bereichen zurück gezogen hat. Taube Stellen werden durchflutet und dürfen Schrittchenweise wieder teilnehmen an dem großartigen Prozess des Lebens.

Am Abend des Freitags erreicht die Gruppe bereits einen Zugang zu Tiefe, Entspannung und Frauenverbindung, wie Tatjana, Monika und ich es am Donnerstag noch nicht zu hoffen gewagt hätten.

Am Samstag starten wir dann mit der Seelenkindnachnährungsarbeit. Diesmal entsteht eine völlig neue Variante dieser eindrucksvollen Arbeit. Die kleine Gruppe macht es möglich, dass jede Frau sich ihrem Seelenkind widmen kann, während sie die Präsenz, Unterstützung und den Zuspruch aller Frauen nutzen kann. Wir kreieren einen Verbund aus der nachnährenden, Körper bezogenen bisherigen Arbeit und neuen kreativen Elementen, die aus der Situation heraus entstehen.

Es zeigt sich, dass es hilfreich ist, anstatt sich mit der eigenen Mutter zu konfrontieren, sich dem "Mütterlichen Prinzip" zuzuwenden und dieses zu nutzen. Es gibt diese Ebene, auf die wir jederzeit Zugriff haben können, auf der der Zugang zu mütterlicher Energie noch heil ist. Eine der Besonderheiten in den "Schoß im Raum" - Gruppen ist, dass wir hier auch immer eine Frau bitten, die Rolle der Urmutter zu übernehmen, die das "Mütterliche Prinzip" unterstützt.

Klingt alles sehr spannend oder? Ist es auch!

Die Gruppe nimmt Fahrt auf. Es öffnen sich Räume der Entspannung, Lösung und Integration. Tatjana kreiert immer wieder lange Pausen zur Entspannung und Integration. Am Anfang des Seminars löst dies in der Gruppe eine immer wieder auftretende Skepsis und ein leichtes Misstrauen aus. Wie kann man denn etwas erreichen, wenn man soviel Pausen macht??? Wir müssen doch was tun! Spätestens am Samstag sind alle Teilnehmerinnen durch die Erfahrung überzeugt.

Diese Art von Arbeit lebt von der Ausdehnung des Geschehenlassen. Es ist eine Arbeit, die sich von den vermeintlichen Versprechungen des Leistungssytems nicht verführen lässt. Am Sonntag nutzen wir die übrige Zeit um für jede Frau gemeinsam eine kleine Einheit zu kreieren. Es geht um "Nachnähren" und Integration.

In diesen Sessions und im Sharings wird deutlich, wie tiefgreifend alle einen neuen Zugang zu ihrer Weiblichkeit gefunden haben. Ich persönlich bin mal wieder völlig begeistert, neu inspiriert und "infiziert" von dieser Arbeit.

Eine Teilnehmerin aus Österreich wünscht sich zutiefst, dass es Schoßraum®-Prozessbegleitung auch in ihrem Heimatland gibt. Sie sagt, die Frauen warten auf diese Arbeit.

Wir nehmen uns nun noch in einer kleinen, schönen Abschlussrunde unsere Kraftgegenstände zurück aus der Kreismitte und verabschieden uns herzlich voneinander. Jede geht neu genährt weiter auf ihrem Weg.

 
Yvonne Wolf, Schoßraum®-Prozessbegleiterin und Assistentin des Seminars

"Dein Schoß im Raum"
Selbsterfahrungs-Wochenende in Schoßraum®-Prozessbegleitung

09.11. - 12.11.17 bei Hamburg
Am 09.11.17 trafen sich 10 Frauen aus ganz Deutschland mit unterschiedlichem Background und einem gemeinsamen Anliegen: ihren Schoßraum mit Tatjana Bach & Assistenz auf entschleunigte Art und Weise zu erforschen. Das Seminar fand im Little Paradise nahe Hamburg statt und dieses Haus war definitiv ein Ort der Stille und der Einkehr. In einer herzlichen Atmosphäre, umgeben von Seen und Feldern, begegneten sich die Frauen am Donnerstagabend das erste Mal im großen Seminarraum des kleinen Paradieses.

 

Im Tanz hatten sie Raum, um ganz bei sich anzukommen und auch ihrem Körper wohltuende Bewegungen zu schenken, damit er sich für die bevorstehende Schoßraum-Arbeit eingeladen fühlte. In einem Begrüßungsritual begegneten die Frauen sich in ihrer Essenz über bloßen Augenkontakt. Schon da wurde klar, dass Kontakt in Langsamkeit eine Herausforderung für einige Frauen darstellte, die es gewohnt waren, schnell über ihre Grenzen hinwegzugehen. Auch in der darauffolgenden Übung waren die Frauen eingeladen, den richtigen Abstand im Kontakt zueinander zu finden und es erforderte Mut, auch einmal einen Schritt zurückzugehen. Um dann zu erkennen, dass dies der richtige Abstand war, mit dem sich ein Gefühl von wahrer Nähe und Entspannung im eigenen Körper einstellte.

„Erst wenn die Frau ihr NEIN klar und hörbar sagen kann, können wir sicher sein, dass ihr JA auch wirklich ein Ja ist“, sagte Tatjana Bach zu den Frauen und das machte ihnen Mut, in der Tiefe auf ihre Grenzen und Bedürfnisse zu schauen. Danach gab es eine erste Sharing-Runde, in der die Frauen ihre persönlichen Anliegen mitteilten und sich über die Sprache kennenlernten. Ein gemeinsamer Singkreis beendete den ersten Abend, der für sich schon erfüllend und nährend für die Frauen war.

 

Am Freitagmorgen nach dem Frühstück startete der Tag wieder mit freiem Tanzen, um Lebendigkeit und Freude in die Frauenrunde zu rufen. Danach durfte jede Frau in einer kleinen Meditation den Ort ihrer Essenz in ihrem Körper finden. Von diesem Körperbereich aus flutete sie andere Körperteile, die Aufmerksamkeit und Heilung brauchten, mit dieser Energie. „Der Bereich dehnt sich aus“ oder „Ich fühle Kribbeln im Körper“ waren die darauffolgenden Feedbacks. Nach einem kurzen Blitzlicht, in dem jede Frau kurz sagte, wie sie da ist, durfte die Erde gefühlt werden - eine einfache und doch unglaublich kraftvolle Übung, die die Basis der Schoßraum-Arbeit darstellt. Hier konnten die Frauen spüren, wie es möglich ist, im Liegen den tragenden Boden zu spüren und jedem Bereich des Körpers zu erlauben, sich der Erde und ihrem Halt ganz hinzugeben und die Sicherheit darin zu fühlen. Schon da wurde den Frauen bewusst, welche Bereiche es schwerer hatten loszulassen und wo die Themen im Körper beheimatet waren.

 

Ein guter Start, um dann diese Bereiche in der nächsten Übung, nach einer Demo von Tatjana Bach & Assistenz, durch die Berührung und Unterstützung einer Begleiterin zu fluten und wieder neu zu beleben. Die ersten emotionalen Prozesse begannen und die Frauen waren sichtbar berührt von der Intensität dieser Übung. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir mit so einfachen Methoden, so tiefe Prozesse einleiten können“, sagte eine Teilnehmerin erstaunt.

 

Nach dem Mittagessen, das makrobiotisch vegetarisch mit viel Liebe von der Köchin zubereitet wurde, hatten die Frauen Zeit für sich. Am Nachmittag ging es dann mit 2er Gruppen weiter, sich achtsam dem Schoßraum durch die erlernten Techniken der Schoßraumprozessbegleitung anzunähern. Hierbei stand vor allem die Arbeit mit Grenzen und Schwellen im Vordergrund, sowie das Wahrnehmen von taubem Körpergewebe. Auch hierzu gab es eine ausführliche Demonstration von Tatjana Bach & Assistenz.

 

Im abendlichen Sharing berichteten die Frauen von ihrem Erlebten. Alle waren erschöpft und berührt von der Arbeit. Ein reicher Tag wurde beendet mit Gesang & Klang.

 

Der Samstag war ganz dem Seelenkind gewidmet. Am Tag zuvor wurden die Themen im Schoßraum berührt und da zeigte sich dann auch das Seelenkind, das nun genährt, gehalten und gesehen werden sollte. „Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit!“, sagte Tatjana Bach und demonstrierte nach dem morgendlichen Tanzen, die Übung authentisch mit ihren Assistentinnen. Die Teilnehmerinnen schauten interessiert zu und stellten weitere Fragen. Dann begann der Austausch in 3er Gruppen, der den ganzen Tag ausfüllte. Dabei durfte sich eine Frau ihrem Seelenkind zuwenden, die Zweite repräsentierte das mütterliche Prinzip und die Dritte stellte die Urmutter dar, die das mütterliche Prinzip hielt und ihr die Kraft gab, das Seelenkind zu empfangen. Die Rollen wechselten bei jedem Austausch, so dass jede Frau jede Rolle fühlen konnte. In der Feedback-Runde am Abend erzählten die Frauen von ihren Erlebnissen. Vor allem beeindruckte sie der Halt durch die Urmutter, und dass sie diesen Zugang nicht mehr vergessen werden, um Unterstützung in ihrem Alltag zu erfahren. Es gab auch einige Tränen der Seelenkinder, die sich endlich gesehen und wertgeschätzt fühlten. In der Gruppe war eine erfüllte Atmosphäre von Verbundenheit und Dankbarkeit zu spüren.

 

Am Sonntagmorgen wurde das letzte Mal getanzt und das Frau-Sein darin gefeiert. Anschließend durften die Frauen in einem Austausch in 2er Gruppen die erlernten Techniken und das erfahrene Wissen üben. Hier vertieften sie ihre Prozesse aus den vorigen Tagen und konnten wieder ein Stück mehr und tiefer in ihrem Schoßraum landen.

 

„Jetzt können wir mit der Arbeit beginnen“, sagte Tatjana Bach mit einem Lächeln in der Abschluss-Runde. Mit einem Dank an alle Beteiligten und einem letzten Sharing wurde das Schoßraum-Seminar mit dem gemeinsamen Ausblasen der Kerze beendet, die das ganze Wochenende über gebrannt hatte. Symbolisch sollen die Kraft und Energie des Wochenendes durch dieses gemeinsame Ritual jene Frauen in der ganzen Welt erreichen, die diese dringend gebrauchen können. Ein gemeinsames Mittagessen rundete das reiche Frauenseminar ab.

Schoßraum®-Prozessbegleiterin und Assistentin des Seminars