die goldenen Leitlinien für Frauengruppen - von Tatjana

 

Wir geben unser Bestes,

  • um pünktlich und anwesend zu sein.
    Ich gebe vorher Bescheid, wenn ich ausnahmsweise zu spät komme oder an einem Termin nicht teilnehmen kann.

  • um den Raum des Vertrauens zu wahren.
    Außerhalb der Gruppe spreche ich nur über meine von mir hier gemachten Erfahrungen. Möchte ich doch einmal von anderen Frauen erzählen, so werde ich keine Namen nennen.

  • um den Raum von Schwesternschaft zu wahren.
    Wir treffen uns nicht auf dem kleinsten Nenner und nehmen uns nicht mehr zurück. Wir fahren uns aus!
    Wenn Neid und Konkurrenz auftauchen sind sie uns ein Wegweiser hin zu eigenem, noch brachliegendem, Potential. In unserer Unterschiedlichkeit liegt die schwesterliche Kraft der Komplettierung!

  • um uns die angemessene Zeit und den Raum zu gewähren, den wir brauchen, um uns selbst wahrzunehmen.
    Ich gebe mir die Erlaubnis jedes Angebot genau zu überprüfen.

  • um für uns selbst ganz Verantwortung zu übernehmen.
    Stelle ich z. B. fest, dass ich Angebote nicht wahrnehmen kann oder Unterstützung brauche oder anderes, was erst einmal nicht konform läuft, so gehe ich damit in Kontakt.

  • um die „Einsamkeit des Mutes“ zu halten.
    Ich mute mich Euch zu! Trotz „Gruppendruck“ bleibe ich mir treu, halte die damit entstehende Einsamkeit innerhalb der Gruppe oder die Sorge mein Gesicht zu verlieren aus und gehe damit in Kontakt.

  • um dir den Raum zu geben (dich mir „zuzumuten“)
    Ich gebe meiner Schwester Raum.
    Ich höre, was sie zu sagen hat und respektiere es.
    Ich therapiere und beurteile sie nicht!
    Ihre bestmögliche Ehrlichkeit schenkt mir das Vertrauen, ich selbst sein zu können.
    Das „Nein“ einer anderen benutze ich nicht, um mich selbst abzuwerten,
    sondern es ist mir willkommene „Feinkorrektur“ im erstrebten stimmigen Kontakt miteinander.

  • um das Wohl aller Beteiligten zu finden.
    Nur, wenn ich und die anderen bestmöglich wahrhaftig und ehrlich miteinander sind,
    kann das gemeinsame bestmögliche Wohl aller Beteiligten gefunden werden.

  • um immer wieder „Realitätschecks“ zu machen.
    Merke ich, mich innerlich festgefahren zu haben oder unsicher zu sein,
    so nutze ich die anderen und überprüfe meine Wahrnehmung mit der ihrigen.

  •  um da bleiben zu können.
    Ist es mir in der Gruppe doch mal „zu viel“ und ich brauche ich eine Auszeit,
    dann nutze ich die „Auszeitecke“. Ich verlasse den Raum nicht, sondern bleibe (erst einmal) da.