Logbuch in besonderen Zeiten

18.3.20

Ihr Lieben,

dank den Auswirkungen von Corona kann weltweit auch etwas erfahren werden, was mir persönlich zutiefst am Herzen liegt: die Entschleunigung. „Entschleunigung bringt das Wesentliche wieder hervor, um nichts anderes geht es mehr!“ schreibe ich im Spätsommer hier an dieser Stelle. Jetzt ist es so weit!

 

Diese Tage erfahre ich, dass doch noch Gesundheit und Leben einen hohen Stellenwert in unserer menschlichen Werteskala hat. Alle Welt ist darum bemüht die Rasanz aus dem Geschehen rauszunehmen, damit der jeweilige aktuelle Stand der schwer Erkrankten nicht die jeweilige aktuelle Kapazität von Notfallbetten / Beatmungsgeräten übersteigt. Corona kommt so oder so, frau und man ringt und hofft lediglich nur noch um eine Entschleunigung der Geschehnisse, damit die, die es hart erwischen wird, auch die Chance kriegen weiter leben zu können.

Es geht um Leben. Und dafür hebt die industielle Weltbevölkerung, diejenige, die auf den Punkt des no returns im Klimawandel vorprescht, sich selbst urplötzlich aus ihren hochgeheizten Fußfesseln. Und unser wunderbarer Planet atmet auf!

Herzlich willkommen im Leben!

 

Nutzen wir also die Chance!

 

Im Institut hatten wir noch letzten Sonntag eine Telefonkonferenz, in dem es darum ging, wie wir mit den blitzartigen sich verändernden Verhältnissen umgehen. Wir entschieden uns dafür Verantwortung zu übernehmen, indem auch wir dazu beitragen die immense Antriebskraft der Verbreitung möglicherweise reduzieren zu können, indem wir keine Menschen mehr zu uns reisen lassen. Auch nicht zu unserer SPB 2020, auf die wir alle uns so sehr freuten. Frau Merkel setzte Tage später einen drauf und jetzt ist es auch amtlich verordnet:

Entschleunigt! Bleibt so viel wie möglich zu Hause!

Bis zum 8.Mai werden ersteinmal alle öffentlichen Aktivitäten im Institut nicht stattfinden. Nach unserem Senkrechtstart mit wunderbarer Eröffnung der neuen Seminarräume und gefühlten 5 Gruppen in nur 4 Wochen: Rumms, Ende! Wir und mit uns auch all die anderen - von nichts auf gleich – im verordneten Besinnungsmodus!

 

Wer hätte solch einen Vorgang orchestrieren können?

Keiner von uns. Leila Dregger schreibt: „Ganz gleich ob das Virus nun menschengemacht oder naturgegeben ist: Er zeigt uns, wie fragil die globalisierten Systeme sind und dass die Menschheit in der Lage ist, ihr kollektives Verhalten von einem Tag auf den anderen grundlegend zu verändern. Nehmen wir den erzwungenen Pausen-Modus, um uns vorzustellen, wie eine heilende Veränderung unserer Gesellschaften funktionieren könnte! Wie werden wir uns versorgen, mit wem in unserer Umgebung können wir zusammenarbeiten, was werden wir tun, wenn tatsächlich die globalen Systeme zusammenbrechen?“

Hier sitzen wir also in unserem Schoßraum®-Institut, in der Blume, im Stillstand!

 

Leila Dregger: Es sind jetzt „Dinge möglich, die niemandem sonst gelangen, weder den Klimastreiks und Umweltaktionen der letzten Jahre noch der UNO in ihren ganzen Jahren des Bestehens noch allen Bemühungen, Bedrohungen, Appellen, Bewegungen, Wissenschaftlern, dem Papst oder sonstigen Autoritäten: entschlossenes, rigoroses Handeln über alle Grenzen hinweg.“

Ich erahne, dass wir uns mit den von ihr gestellten Fragen die nächsten Wochen und Monate beschäftigen werden. Und ich erahne, dass viele, viele andere Menschen vor ähnlichen Herausforderungen und Anforderungen stehen. Caren Miosga traf es gestern auf dem Punkt, als sie sagte: „Dieses Land lernt gerade stündlich dazu,.. was es heißt das Heute so zu leben, wie wir das Morgen noch verantworten zu können.“ Das sind geradezu spirituelle Ansätze und das in den deutschen Tagesthemen! Neue Chancen gilt es jetzt also gemeinsam anzugehen!

Auf unserer Homepage wird es ab sofort ein kleines Logbuch von mir geben. Dort berichte ich, was in diesen Zeiten von Umbruch und Wandel mich persönlich hier in unserer Blume beschäftigt. Ich erahne Bewegungen, die inspirieren können.

Meine erste Bewegung in diesen neuen Zeiten, nicht im Außen, aber im Innern, war: „Mir halbwegs kräftigen Menschen kann es nicht darum gehen, mich nicht anzustecken, sondern es geht nur darum meinen Mitmenschen bestmöglichst nicht anzustecken!“

Also, lasst uns die Hände waschen, tief durch atmen und die immense Chance in der zwangsverordneten Pause nehmen: Weite mehr und mehr Entschleunigung in deinem System, fühle Element Erde unter dir, bauche mehr denn je, mach Kontakt zu deinem Schoß und bleib vor allem gesund und munter in diesen bewegenden Zeiten!

Entschleunigung bringt das Wesentliche wieder hervor, um nichts anderes geht es mehr!

Alles erdenklich Gute wünscht dir,

Tatjana

 

19.3.20

Erstes "Blumenbrückentreffen" in Zeiten von Corona.

Die Blumenbrücke ist der kleine Kreis von Nachbarn, die sich ab und an zu einem Redekreis treffen, in dem jede/r die Möglichkeit hat von sich und wie es ihm gerade geht zu erzählen und die anderen hören nur zu. Jetzt ist alles anders!

 

Ich begrüße weder mit Handschlag, noch Umarmung und auf meinen Wunsch hin, sitzen wir draußen und nicht drinnen und ich sogar nochmals ein wenig mehr abseits.

 

Schon schwer, das durchzuhalten!

"Mein Ego kitzelt gewaltig.... Ich fühle mich ja so bescheuert das machen zu wollen/müssen...." sage ich öfters und halte doch diesen inneren Druck aus.

 

Ich weiß wofür:
Wir vier im Haus, also ich, mein Freund und das ältere Hausmeisterehepaar haben uns verabredet ab jetzt nicht mehr auf die Straße und unter die Leute zu gehen. Wenn doch, dann nur mit Abstand halten. Die zwei älteren Menschen liegen mir mittlerweile sehr am Herzen. Wir nutzen gemeinsam den Hausflur. Ich möchte sie schützen. Also gebe ich mein Bestes und das bedeutet gerade am meisten auszuhalten, dass ich mich hier gerade wie ein Hampelmann aufführe.
Wie gesagt: Das Ego kitzelt gewaltig!!

 

Aber meine Blumenbrücke ist wieder einmal wunderbar! Vollends verständig und respektierend und sein lassend. Sie spiegeln mir nicht den Hampelmann, der strampelt nur gewaltig da in meinem Inneren....

Wir haben ein wunderbares Treffen.

 

Spätestens danach wurde immer zum Abschied herzlich umarmt und gedrückt.

Jetzt stehe ich hilflos vor meiner Nachbarin....

 

Und dann denke ich, ich könne mir doch einfach vorstellen, wie es ist, sie zu umarmen. Ich weiß doch, wie sie sich anfühlt! Und so stehe ich vor ihr und schaue ihr in die Augen und plötzlich wird es ganz still in mir: Da passiert gerade etwas, etwas ganz Schönes! Und in diesem Moment legt sie ihre Hand auf ihr Herz und auch ich bin inspiriert das auch zu tun. Ein langes Weilchen verharren wir in dieser Position voreinander.

 

Kontakt!

Da ist er wieder!

Zu Zeiten von Corona!

Wunderbar!

Danke dir, Nachbarin, für Inspiration, Urteilsfreiheit, Raumgeben und Annehmen!

 

(Ich bin hier zwar privat unterwegs, aber mal ehrlich:

Das ist auch Schoßraum-Prozessbegleitung in ihrer feinsten Form, fällt mir jetzt auf.
"Begegnung findet dort statt, wo wir gemeinsam ausgehandelt haben, wer welchen Abstand / welche Nähe / welchen Raum jede/r einzelne zwischen uns für sich braucht.

 

"Und wenn du in der einen Ecke und ich in der anderen Ecke des Raumes stehe und wir uns "nur" zuwinken, aber das für beide stimmig ist, dann passiert dort echter Kontakt!" sage ich immer wieder in meinen Gruppen, "Und das interessiert mich! Nicht das schnelle Draufzupreschen in eine Umarmung hinein, die für beide nicht stimmt.)

 

Nährend war der echte Kontakt für mich mit meiner Nachbarin gestern!

Obwohl ich ersteinmal mich nur wie ein Hampelmann gefühlt habe.....

 

20.3.20

Wie gehe ich mit dieser immensen Flut von Bildern, Nachrichten, Wahrheiten, Halbwahrheiten, Wissen, Halbwissen, ich weiß es aber besser, als du....

Wie gehe ich mit dieser immensen Flut von verschiedenen Informationen um?

Würden sie alle in eine Richtung deuten, klar, dann hätte ich keine Probleme.
Weil dann wüsste ich ja die Wahrheit.

 

Aber das machen die jetztigen Infos der verschiedenen Kanäle nicht.

Gerade in unseren alternativen "Biotopen" wie ich unsere Szene immer mal gerne nenne, kursieren zur Zeit nochmals mehr Äußerungen in Form von Interviews, Texten, Bilder, Grafiken, Filmen etc. etc. mit Inhalten von "das ist doch nur eine Grippe" bis hin zu "nur die Guten werden überleben". Take what you want! Alles ist zur Zeit in diesem Internet auffindbar!

 

Das zerrt an mir! Klar, ich verliere den Boden!

 

Vor Corona sagte ich mal hier, mal da immer wieder gerne:
"In den heutigen Zeiten geht es nicht mehr darum nach etwas zu greifen! Etwas zu wissen! Mich festzuhalten daran, dass ich jetzt weiß wie es geht.

Egal, um was es geht! Egal, ob um Ernährung, um Erziehung, um Spriritualität, um Heilung, um Politik, um mal Beispiele zu nennen, die Liste kann wahlweise verlängert werden.

 

In den heutigen Zeiten müssen wir lernen auszuhalten nicht mehr greifen zu können und damit nicht mehr wissen zu können!

Sobald i

 

Heute mehr denn je!

Da draußen gibt es keinen Halt mehr. Je nach dem, wie ich funktioniere, kann ich mich bestätigt fühlen. Mal sind es die Pharmakonzerne, die nach Geld aus sind, mal sind es die Außeridischen, die von unseren Ängsten leben, mal ist es eine Frau Merkel, die uns nur anlügt.

 

Das zerrt an mir! Klar, ich verliere den Boden....

Was hält mich jetzt?

Ohne, dass ich greife?

Gute Frage!

Damit gehe ich jetzt mal in den Tag!

 

21.3.20

Der Beppo aus "Momo" kommt mir immer wieder in diesen Tagen in den Sinn.

Beppo der Straßenkehrer, der eine schier unendlich lange Straße fegen muss.

 

So weit die Straße entlang zu sehen, was alles an Arbeit noch vor ihm liegt, macht ihn niedergedrückt. Also kehrt er lediglich von Straßenlaterne zu Straßenlaterne. Und an jeder erreichten Straßenlaterne gibt es eine kleine, innerliche Feier, das er schon wieder so viel geschafft hat. So oder so ähnlich habe ich es abgespeichert und nie vergessen.

 

Jetzt hilft mir Beppo wieder. Die Zeiten fordern mich mehr denn je im Hier und Jetzt zu schauen, was jetzt nötig ist. Langfristiges Planen geht gar nicht mehr. Hier und heute existiert mehr denn je.

 

Schaue ich aber wie ich als System gerade der Zukunft mit Corona im Hier und Jetzt begegne, dann erkenne ich, dass ich neu Maß halte. Das passiert einfach so, das habe ich mir nicht vorgebommen. Ich mäßige mich z.B. in meinen Wunsch neue Klamotten anzuschaffen. Eigentlich wäre das zum Frühjahr jetzt fällig gewesen, stattdessen habe ich Zeit mir meine alten nochmals ganz genau anzuschauen und entdecke sogar noch Schätze, die ich ganz vergessen hatte.

Wann hatte ich das letzte Mal Zeit meine Klamotten in Ruhe durchzugehen?

 

Mäßigung auch und sowieso in meinen sozialen Kontakten. Ich und mein Freund quarantänen hier in der Blume schon länger freiwillig. Dafür aber endlich mal wieder lange, tiefe Telefonate mit den Menschen, die mir sehr am Herzen liegen! Hier gewährt mir die soziale Mäßigung in meinen Kontakten, die mir wirklich wichtig sind, dem Wesentlichen zwischen uns wieder Raum geben zu können. Wunderbar!

 

Und tatsächlich hat auch gestern die WHO ihre Wortwahl korrigiert: "Die Corona-Pandemie zwingt die Menschen, auf Distanz zu bleiben. Doch damit sei keine soziale Distanz gemeint, stellt die Weltgesundheitsorganisation klar. ... Die WHO spricht jetzt nicht mehr von "social distancing", sondern von "physical distancing" und ermutigt die Menschen, über die sozialen Medien in Kontakt zu bleiben," war gestern auf tagesschau.de zu lesen. Ist das nicht wunderbar, sogar die WHO wird sich bewusst darüber, was den Menschen wirklich nährt und stärkt!

 

Hier an dieser Stelle aus meinem Fachbereich:

Die Auswirkungen jeder 2. Vergewaltigung minderte sich auf ein, für die Frau, gut zu nehmendes Maß, wenngleich sie keine psychologische Betreuung in Anspruch nahmen. Und was ist da anders, als bei denen, die Psychotherapie benötigen?

 

Diese Frauen haben Freunde!
Sie waren nach der Tat eingebettet in einen zugewandten, verständigen Kreis von Herzensmenschen um sie herum! Dort konnten sie ihre unendlich großen Gefühle von Schmerz in menschlichen Kontakt bringen. Sie waren darin gesehen worden, ihnen war beigestanden worden!

 

Meine Idee heute: Lasst uns eine kleine, feste, kontinuierliche Frauengruppe per Zoom initiieren, um uns einander beizustehen! Ich denke mir, dass gehe ich jetzt an....

 

Ach ja, und was mache ich mit dieser schier unendlichen Nachrichtenflut verschiedenster Richtungen? Ich habe mich jetzt entschieden nur noch denen zuzuhören, die mir sympatisch sind. Die ich gerne anschaue, die nett aussehen usw. Schnell sprechende Menschen z.B. sind mir schon immer nicht sympatisch, denen höre ich sowieso und jetzt schon gar nicht zu. Ich weiß, dass ist Hausfrauenweisheit, aber mehr habe ich da für mich noch nicht im Angebot. Merke aber, dass sich da noch weiteres durchschiebt an Hausfrauenweisheiten, mal sehen, ich werde sie zur gegebenen Stunde hier kundtun...

 

22.3.20

Was hält mich in Zeiten, in denen nicht mehr gegriffen werden kann?

Mich die Natur!

Wie war das, als ich so lange krank war und nur eine Aussicht hatte, nämlich die auf einen Baum? Tagaus und tagein der selbe Baum! Mehr und mehr und mehr wurde es still in mir. Mehr und mehr entspannte ich in die "Reduzierung" hinein. Satt und kraftvoll war ich aus dieser Grippe, wie Phönix aus der Asche, auferstanden.

 

23.3.20

In der schier überwältigenden Flut an Nachrichten im Netz kommt mir Albert Einstein in die Hände. Mein Bauch sagt mir, dass ich hier etwas Wichtiges für die jetztige Zeit finde. Er schreibt an seine Tochter:

"Als ich die Relativitätstheorie vorschlug, verstanden mich nur sehr wenige, und was ich Dir jetzt zeigen werde, um es der Menschheit zu übertragen, wird auch auf Missverständnisse und Vorurteile in der Welt stoßen.

Ich bitte Dich dennoch, dass Du es die ganze Zeit, die notwendig ist, beschützt; Jahre, Jahrzehnte, bis die Gesellschaft fortgeschritten genug ist, um das, was ich Dir als nächstes erklären werde, zu akzeptieren.

Es gibt eine extrem starke Kraft, für die die Wissenschaft bisher noch keine formelle Erklärung gefunden hat. Es ist eine Kraft, die alle anderen beinhaltet und regelt, und die sogar hinter jedem Phänomen ist, das im Universum tätig ist und noch nicht von uns identifiziert wurde. Diese universelle Kraft ist LIEBE.

 

Wenn die Wissenschaftler nach einer einheitlichen Theorie des Universums suchten, vergaßen sie diese unsichtbare und mächtigste aller Kräfte.

Liebe ist Licht, da sie denjenigen, der sie gibt und empfängt, beleuchtet. Liebe ist Schwerkraft, weil sie einige Leute dazu bringt, sich zu anderen hingezogen zu fühlen. Liebe ist Macht, weil sie das Beste, was wir haben, vermehrt und nicht zulässt, dass die Menschheit durch ihren blinden Egoismus ausgelöscht wird. Liebe zeigt und offenbart. Durch die Liebe lebt und stirbt man. Liebe ist Gott, und Gott ist die Liebe.

 

Diese Kraft erklärt alles und gibt dem Leben einen SINN. Dies ist die Variable, die wir zu lange ignoriert haben, vielleicht, weil wir vor der Liebe Angst haben, weil es die einzige Macht im Universum ist, die der Mensch nicht gelernt hat, nach seinem Willen zu steuern.

 

Um die Liebe sichtbar zu machen, habe ich einen einfachen Austausch in meiner berühmtesten Gleichung gemacht. Wenn wir anstelle von E = mc2 zu akzeptieren, die Energie akzeptieren, um die Welt durch Liebe zu heilen, kann man durch die Liebe multipliziert mal der Lichtgeschwindigkeit hoch Quadrat zu dem Schluss kommen, dass die Liebe die mächtigste Kraft ist, die es gibt, weil sie keine Grenzen hat.

 

Nach dem Scheitern der Menschheit in der Nutzung und Kontrolle der anderen Kräfte des Universums, die sich gegen uns gewendet haben, ist es unerlässlich, dass wir uns von einer anderen Art von Energie ernähren.

Wenn wir wollen, dass unsere Art überleben soll, wenn wir einen Sinn im Leben finden wollen, wenn wir die Welt und alle fühlenden Wesen, die sie bewohnen, retten wollen, ist die Liebe die einzige und die letzte Antwort.

Vielleicht sind wir noch nicht bereit, eine Bombe der Liebe zu machen, ein Artefakt, das mächtig genug ist, den gesamten Hass, Selbstsucht und Gier, die den Planeten plagen, zu zerstören. Allerdings trägt jeder einzelne in sich einen kleinen, aber leistungsstarken Generator der Liebe, deren Energie darauf wartet, befreit zu werden.

 

Wenn wir lernen, liebe Lieserl, diese universelle Energie zu geben und zu empfangen, werden wir herausfinden, dass die Liebe alles überwindet, über alles transzendiert und alles kann, denn die Liebe ist die Quintessenz des Lebens.

 

Ich bedauere zutiefst, nicht in der Lage gewesen zu sein, um das auszudrücken, was mein Herz enthält, das leise mein ganzes Leben für Dich geschlagen hat. Vielleicht ist es zu spät, mich zu entschuldigen, aber da die Zeit relativ ist, muss ich Dir sagen, dass ich dich liebe, und dass ich dank dir bis zur letzten Antwort gekommen bin.

Dein Vater, Albert Einstein"

 

Hier finde ich Wahrheit, die mich berührt!

Sofort die Frage: Und wie sieht die Liebe auf den Alltag heruntergebrochen konkret aus? Welche Handlungen bedeutet sie? Was mache ich nicht mehr? Also was ist die "Liebe" ganz handfest, umsetzbar, konkret in meinem Leben mit Corona? Ich suche Hausfrauenweisheit!

Damit gehe ich mal in den heutigen Tag!

24.3.

Ich erinnere mich genau: Als ich 18 Jahre alt war, stand ich vor dem Spiegel und versuchte diese Schmetterlingsgefühle zu bekommen, die ich hatte, wenn ich mich in jemand anderen verliebte. Es klappte nicht.

 

Später passierte mir oft, wenn ich verliebt war, dass ich meinte ich würde lieben, aber auf kurz oder lang war immer die Wut mit im Gepäck. Das war also auch keine Liebe. Lange Zeit meinte ich, ich könne nicht lieben!

 

Bis ich die Erkenntnis hatte, dass, wenn ich trinke, wenn ich Durst habe und zur Toilette gehe, wenn ich zur Toilette gehen muss, dass das dann schlichtweg (Selbst-)Liebe ist.

 

Wenn ich in diesen neuen Zeiten mich wie ein Hampelmann aufführe und mein Ego kitzelt wie im Blumenbrückentreffen, dann ist das auch Liebe. Nämlich Selbstliebe, gleichwohl wie Nächstenliebe. Wenn ich mich nicht anstecke, dann stecke ich andere nicht an!

 

Und damit gelange ich zum Halt, den ich doch vor ein paar Tagen hier suchte!

 

Was hält den Menschen in unsicheren Zeiten wie diesen? (Ach nein, so platt will ich es aber auch wieder nicht haben...) Etwa die Liebe? (Oh weia, die, die mich kennen, wissen, dass ich Kitsch nicht mag...

Schon wieder kitzelt das Ego.... Puuhhh.... )

 

Aber was teache ich immer in den Gruppen: Fühlen, atmen, es da sein lassen, damit sein! Auch das ist wieder nur eine Zwiebelschicht, die sich zeigen will...

Fühlt sich ganz schön unsicher an! Waren doch auch unsichere Zeiten, oder etwa nicht?

Wohl denn, ab in den Tag damit!!

25.3.

Tag 10 in freiwilliger Quarantäne.

Der verflixte 10. Tag!


Die Technik funktioniert nun doch nicht so wie gedacht, die angesetzten Online-Gruppen fallen zumindest heute vorerst aus.

 

Wieder braucht es mehr Zeit, als ich dachte.

Wer denkt da eigentlich? Ich? Oder ein Teil von mir, nämlich mein Kopf?

 

Wieder Mäßigung.

Wieder wird Entschleunigung geradezu mit einer gewissen Strenge eingefordert....

 

Klein fühlt frau sich da!

Das Ego kitzelt schon wieder....

Viele, viele Wellen wollen, verdammt noch Mal, gefühlt werden in dieser, meiner kleinen Menschenseele.....

Ein schier unendlicher Ozean von Zwiebelschalen um das Eigentliche herum will durchschwommen sein. Unglaublich!!

Tag für Tag immer wieder sich selbst überraschen, dass Teile von einem sich bewegen, aber nicht das ganze System. Und das Ganze wäre ja dann auch verbunden mit allem und wenn sich das dann bewegt, dann ist es ja im Sinne von Allem und dann gäbe es ja keine Probleme mit der Technik.

 

Auch vor Corona gab es diese Tage! Nur noch eines geht dann: In den Kalender schauen, alle Termine absagen, Wärmflasche machen, sich aufs Sofa packen und Wolken gucken.

 

Und sogar damit kein Gleichklang! Am heutigen, wunderbar blauen Himmel ohne Streifen sind keine Wolken zu sehen....

 

Wohl denn an die Tat,

es ging darum zu fühlen,

auch das stimmt heute nämlich nicht....

26.3.

Was für ein wunderbarer Tag war das gestern!

Zugelassen, dass nix, aber auch gar nix (erst einmal) stimmte, mich dem ergeben und dem Gefühl in mir Raum gegeben. Unsichtbare Wolken dann beobachtet und urplötzlich der Impuls aufzustehen und siehe da: Alles läuft wie von alleine, im Einklang, eingebettet und aufgehoben im großen, ganzen Geschehen. Im Flow! Immer wieder wunderbar!

Dank dem Corona geschuldetem Umstand, dass meine Terminwelt auf ein Minimum begrenzt ist, endlich wieder Raum dem Hier und Jetzt minutiös folgen zu können. Mit dem falschen Fuß aufgestanden? Wieder ab ins Bett! Plötzlich müde? Erst mal eine Pause! Hunger? Jetzt! Kraft? Der Keller will aufgeräumt werden, die Buchhaltung gemacht werden....

 

Jahre schon weiß ich, dass mich nicht das "Machen" anstrengt. Jahre schon weiß ich, dass mich das "eingetacktet sein", das Termine haben, anstrengt. Im Vorraus zu wissen, was ich in 3, in 9, in 20 Stunden oder gar in 2, in 5 oder in 7 Tagen oder noch mehr in 3, in 6 oder in 8 Monaten machen werde, das strengt frau an! (Und ich weiß mittlerweile, was ich 2022 machen werde, schaut nur in den Kalender, dann wisst ihr es auch...)

 

Und über Jahre grübel ich darüber, wie das änderbar sei, aber in einem Arbeitsfeld mit Menschen! Nicht mit still stehenden Gegenständen, die auf mich geduldig warten! Mit Menschen muss frau sich doch verabreden! Zu Einzelarbeit, zu Gruppen, zu Gesprächen und das noch mit mehreren, da muss man und frau sich doch auf einen einzigen Zeitpunkt gemeinsam einordnen!! Das geht doch nicht anders.....

 

Ich liebe den Film "Bab'Aziz"! Er handelt Grossvater Bab'Aziz, ein blinder Derwisch, der unterwegs mit seiner Enkelin zum grossen Derwisch-Treffen ist, dessen Zeit und Ort sich aber nur jenen offenbart, die mit dem Herzen der unermesslichen Stille der Wüste zu lauschen vermögen. Da ziehen wirklich viele, viele Sufis hin, jeder für sich alleine, alle aus verschiedensten Richtungen, los zu einem Treffen! Aber keiner weiß wann es sein wird und keiner weiß wo es sein wird und trotzdem kommen alle an und haben ein wunderbares Sufi-Musik-Treffen über Tage.

 

Das ist ein Märchen, aber mein Traum für diese Welt!

Bzw. für mein Leben, was halt wieder anderen Leben begegnet, daher also mal ganz groß hier "für diese Welt" angesetzt....

 

Jede und jeder lebt ihr/sein Leben und zieht seine Kreise und hier und da berührt frau und man sich, tauscht sich aus und zieht inspiriert weiter, zum nächsten hin. Das Leben lebt! Der Terminkalender der Kreise ist das Leben selbst: Frau und man ist angebunden an das große Ganze, ist im Fluß und somit jede/r an ihrem/seinem stimmigen Platz eingebettet. Das Leben selbst dirigiert!

 

Wie komme ich von hier nach dort?

Und wieder einmal suche ich Hausfrauenweisheiten!

So bezeichne ich das, was ich auf das jetztige Leben hinunter gebrochen alltagstauglich umsetzbar nenne!

"Sei im Moment!" kann ich mir ein Leben lang runter rezitieren und trotzdem ändert sich nix, das ist "Kopf", im Gegensatz zum, dem Leben angebundenen, Hausfrauen-, Hausmenschenbild!!

 

Wie komme ich von hier nach dort?

Ich erahne, dass ich (auch) wieder bei Mäßigung, bei Selbstliebe und Halt landen werde... 

Wie komme ich von hier nach dort?

Und ich erahne, dass ich beim bedingungslosem Grundeinkommen landen werde....

Damit jetzt jetzt mal ab in den Tag!

 

28.3.

Vor 2 Wochen telefonierte ich mit meiner Bekannten in Italien. Sie arbeitet als Krankenschwester, ist also nah dran am Geschehen. Damals sagte sie, dass in ihrem Krankenhaus nun alle Betten belegt seien. Das gestrige Telefonat hinterließ mich still und eingekehrt. "So viele sterben!" waren die Worte, die in mir nachhallten...

 

Die Endlichkeit des Lebens rückt diese Tage wieder mehr in den Vordergrund.

 

Die Endlichkeit, die unsere Gesellschaft so sehr mit ihrer lebensverängernden Medzin-Technik mehr und mehr in die Länge gezogen und gedehnt hat.... Jetzt kommt diese Handhabung an Grenzen! An ganz andere! An Kapazitätsgrenzen!
Die Ärzte müssen entscheiden, wem geholfen wird und damit wer sterben wird.
Es ist zur Zeit nicht mehr selbstverständlich, den Tod heraus gezögert zu bekommen!

Das ist für unsere Gesellschaft immens!!!

 

In unserem Dorf habe ich seit Jahren Kontakt zu einem älteren, einheimischen Ehepaar. Sie bekam Krebs an dem sie letztendlich starb. Er pflegte sie hingebenungsvoll ein Jahr lang zu Hause bis zu ihrem Tod. Schon Monate vor ihrem Tod steht er mit Tränen in den Augen vor mir und berichtet: "Frau Bach, keiner im Dorf redet mit mir noch. Sie wechseln die Straßenseite. Ich werde sogar von manchen nicht mehr gegrüßt!" "Das dürfen Sie Ihnen nicht übel nehmen", erwider ich damals, "ich glaube sie können nur nicht damit umgehen, dass Sie so tapfer der Endlichkeit des Lebens in die Augen blicken! Den Tod mag keiner heutzutage in unserer Gesellschaft....."

 

Tapferkeit und Mut braucht es, sich darüber bewusst zu sein, dass es von gleich auf jetzt zu Ende sein kann!

 

Klare Sicht auf das Leben erhält frau und man, die/der bereit ist sich immer und immer wieder unbequeme Fragen zu stellen, wie diese hier: "Wenn ich jetzt sterben würde, welche Stränge sind noch offen? Bei wem hätte ich mich gerne noch entschuldigt? Wem doch noch gerne vergeben? Wem einmal gesagt, dass ich ihn liebe? Wem noch einmal gedankt?" Und gerne alle 3 Monate sich die Fragen stellen und dann aber auch machen! Auch das ist praktizierte Seelenhygiene!

 

Stellen wir uns der Unausweichlichkeit, dass unser Leben irgendwann zu Ende ist, strömt mit klarer Sicht mehr und mehr eine große Dankbarkeit für dieses schier unendlich große Geschenk Leben ein!

 

Mögen wir die geschenkte Zeit nutzen uns diese Frage zu stellen: "Wenn ich jetzt sterben würde, welche Stränge sind noch offen?" und es dann auch tun!!

Auf einen guten Tag heute!

31.3.

Ich bin in einigen alternativen E-Mail-Verteilern. Dieser Tage bin ich oft genervt von den Mails dort. Immer aus dem gleichen Grund: Mir sind das zu viele Mails rund um die jeweils kundgetane Wahrheit im Zusammenhang mit Corona.

 

Das Internet liefert den jeweiligen Stoff. "Take, what you want!" schreibe ich schon am 20.3. hier an dieser Stelle. Jeder bekommt zu lesen, was er lesen will:

- Die Guten werden überleben...

- Die Erde rächt sich....

- Die Pharmaindustrie manipuliert....

- Die Außerirdischen brauchen Energie....

- Die Politik manipuliert....

- usw. usf.

 

Ich stelle mir vor, wie diese vielen, vielen Schreiber/innen stundenlang am Computer sitzen und recherchieren, lesen, hören, kopieren, tippen, versenden und das Tag für Tag.

 

Das macht mir wiederrum Sorge: Menschen, die oft und viel des Tages an einer Maschine sind. Je mehr zur Zeit jemand im Verteiler in Bezug auf Corona sichtbar wird, desto vorsichtiger werde ich...

Was gibt ihm/ihr noch Realitätsanbindung? Wie bleibt er/sie menschlich berührbar?

 

Es gab erste Studien in der Generation, die mit Internet, Handy und Konsorten groß geworden ist, also die Generation, die ab 2000 geboren ist. Es stellte sich heraus, dass sie im Kontakt mehr scheu und zögerlich sind und generell dem Leben gegenüber ängstlicher eingestellt sind. Von wegen die Jugend ist rebellisch! Die Zeiten seinen vorbei....

 

Wenn der Mensch aber eher scheu, zaghaft und ängstlich in die Welt blickt, was kommt ihm dann entgegen, was kann er erkennen, in was für eine Welt blickt er?

 

Also: Aus die Kiste, zurück ins Leben mit mir!

Und auch du!

Mache die Kiste aus und guck, was das Leben für dich anstatt dessen bereit hält!!

Gerade ist das Leben sehr reduziert und die damit verbundenen Chancen sehr groß!

Und ab und an, wenn ich einen Realitätscheck brauche, telefoniere ich mit Italien und lass mir von der Wahrheit meiner Freundin erzählen, die als Krankenschwester dort arbeitet....

31.3.

Keine 10 Minuten später erreicht mich diese Mail in einem der angesprochenen Verteiler.
Ich finde sie so hilfreich, dass ich sie ungekürzt an dieser Stelle weitergeben möchte!

 

Coco Caroline Heinrichs schreibt:

 

"Liebe Alle,

 

ich habe lange mit mir gerungen, ob ich mich in diese Corona-Diskussionen hier einbringen soll oder nicht und habe beschlossen es bleiben zu lassen.

 

Die momentane Situation scheint mir so angespannt und ernst zu sein, dass ich einfach akzeptieren muss, dass der Mensch verschiedenen Strategien entwickelt mit Krisensituationen fertig zu werden. Die einen fangen an zu hamstern. Andere stecken den Kopf in den Sand und warten einfach mal ab. Andere wiederum suchen die Fehler bei Anderen, beziehungsweise vermuten  alle möglichen Verschwörungstheorien.

 

Beneiden tu ich die, die immer noch davon ausgehen, dass es alles nicht so schlimm ist.

Wie auch immer, es gibt bestimmt noch mehr Strategien oder Sichtweisen. Da möchte ich hier gar nicht so tief einsteigen. Ich persönlich muss aufpassen im Hier und Jetzt zu bleiben und mich nicht in alle möglichen, schauerhaften Zukunftsszenarien hinein zu steigern. Die Zukunftsvision, dass nach Corona mit der Menschheit alles besser wird, versuche ich zu teilen und hoffe und hoffe und hoffe und bete.

 

Eins ist mir im Moment aber wichtig, dass wir zusammen halten, egal was wer denkt. Lasst uns großzügig und liebevoll mit einander umgehen. Wenn wir uns trennen und in verschiedene Richtungen auseinander laufen, weil wir vielleicht gerade nicht erkennen können in welcher Not auch die anderen sind und sich dadurch, die auch für mich merkwürdigsten Ansichten offenbaren, dann sehen ich für eine bessere Zukunft ehrlich gesagt ganz, ganz schwarz.

Auf der Mindebene sind wir ganz schnell im Krieg. Das war schon immer so. Aber auch der Herzebene sind wir alle Eins. Wir haben die Entscheidung. Oder die Scheidung.

 

Bitte tritt nicht aus den Verteilern aus. Lies vielleicht nicht alles oder klick nicht auf jeden Link.
Lasst uns diese bittere Prüfung zusammen durchstehen. Die elektronischen Medien sind die einzigen Kontakte, die wir momentan reichlich zur Verfügung haben.

 

Mit lieben Grüßen und dem Wunsch nach Gesundheit oder Gesundung für dich und deine Lieben,

Coco"